„Aber eins zeigt uns dieser Wahlkampf [Bundestagswahl 2017] aber eben auch: Es ist auch eine Art Gesellschaftsstudie, wo wir uns hin entwickelt haben. Und das ist extrem interessant zu beobachten, wie sich die politische Konkurrenz verhält, wie sich die Medien verhalten, wie sich Ehemalige – und das werden Sie ja auch feststellen. Wenn Sie Ihre Meinung äußern, wie verhalten sich Freunde, Bekannte, Familienmitglieder? Wird der Diskurs, der notwendige gesellschaftliche Diskurs über Themen, wird er noch offen geführt oder eben auch nicht? Das stellen wir alle in unserem Umfeld fest. Wir verlieren Freunde, wir verlieren Bekannte. Teilweise geht der Riss auch durch Familien. Das muss man sich mal vorstellen. Und diese Bundeskanzlerin hat das zu verantworten. Keine Bundeskanzlerin hat das Land so gespalten wie diese Bundeskanzlerin. Es ist eine permanente Rechtsverletzung – in der Euro-Rettungspolitik, aber auch in der Flüchtlingspolitik […]. Diese Bundesregierung verstößt gegen geltendes Recht – gegen das deutsche Asylgesetz, gegen das deutsche Grundgesetz und gegen internationale Abkommen wie die Dublin III Verordnung.“

Einige von Ihnen hätten diesen Beitrag wohl nicht gelesen, wenn ich gleich im Titel angegeben hätte, dass das o.g. Zitat von einer AfD-Politikerin stammt.

In ihrer Rede vom 15.09.2017 vergleicht Alice Weidel die Bundestagswahl 2017 mit einer Gesellschaftsstudie und konstatiert (um deren Lieblingswort zu verwenden), dass der offene Diskurs, das offene Miteinander in unserer Gesellschaft immer weniger vorhanden ist. Dem stimme ich voll und ganz zu! Hut ab, Frau Weidel. Bitte weiter so!

Epilog

Wir dummen Deutschen: Unser Zusammenhalt ist nicht mehr existent. Wir sind so stolz darauf, alles allein zu wuppen: Umzug, Kinderbetreuung, Krankheit etc. pp.

Meine Mutter erzählte mir noch von den frühen Zeiten, als man einfach mal eben so das eigene Kind beim Nachbarn abgeben konnte, wenn man kurz zum Arzt musste. Jetzt ist das ein riesiger Akt: Alle sind berufstätig, keiner ist mehr zuhause oder sie schließen ihre Türen, Fenster, sodass man diese gar nicht ansprechen mag.

Oder auch aus eigener Erfahrung kann ich berichten: Vor Jahren konnte ich noch Freunde, Familie mobilisieren, mir beim Umzug zu helfen. Und heute? Für die letzten zwei Umzüge musste ich ein Umzugsunternehmen beauftragen. Diese haben seit Jahren Hochkonjunktur: So hat sich das Rohergebnis der Movinga vom 1.01.2016 bis 1.01.2017 „von negativen TEUR -817 auf positive TEUR 5.387 verbessert“ – um nur ein Beispiel zu nennen.

Und Ausländer? Ich beobachte es bei den Türken, Kurden, Russen… hier ist der Zusammenhalt viel intensiver, die Hilfsbereitschaft größer und auch der Austausch über sachdienliche Informationen: Wo beantragt man wie welche Gelder? Welche Tricks gibt es, um mehr Leistungen beziehen zu können? So geben einige „Flüchtlinge“ beim Jobcenter an, nicht verheiratet zu sein, damit sie mehr ALG 2 erhalten. Tja.

 

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